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Newsletter der IGL

Die Luftfahrt fest in der Hand der Corona Krise

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen

 

die aktuelle Situation ist nicht schön zu reden.

Ja, wir stecken in einer massiven Krise, die in nächster Zeit auch sehr viel von uns allen abverlangen wird.

In der Luftfahrt haben wir eins gelernt,-- in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu behalten und mit Sinn und Verstand zu handeln. 

Gerade jetzt müssen wir dieses Verhalten auf alle Lebensbereiche ausweiten.

Welche Position vertreten wir jetzt als Gewerkschaft?

Am 16.März fand der “ Branchendialog Luftfahrt “ im Wirtschaftsministerium unter Einladung des Koordinators für Luft- und Raumfahrt statt. Wir waren neben der VC, UFO und ver.di durch unser Vorstandsmitglied Daniel Wollenberg vertreten. 

Die gemeinsame Position der Gewerkschaften und Arbeitgeber ist klar. Die systemrelevante Luftfahrtindustrie muss gestützt werden! Dieser Branchendialog soll weitergeführt werden und wir werden uns dort weiterhin in eurem Interesse einbringen.

Für uns ist aber auch glasklar, die Last muss fair auf allen Schultern verteilt werden, und evtl. nötige tarifliche Anpassungen dürfen nur von kurzer Dauer sein!

Wir alle sind lange genug dabei, um zu wissen, dass es nach jeder Krise wieder bergauf geht und die langfristigen demographischen Probleme zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder auf der Tagesordnung stehen werden. 


Das Thema Kurzarbeit ist daher sicherlich ein guter Schritt, kurzfristig erst einmal alle Mitarbeiter an Board halten zu können. Da die genauen Kurzarbeitsbedingungen betriebliche Themen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat sind und sie von Bereich zu Bereich verschieden geregelt werden, können wir dazu keine detaillierten Aussagen treffen. Über folgenden Link habt Ihr aber die Möglichkeit, eine unverbindliche Berechnung der grundsätzlichen finanziellen Ersatzleistungen zu tätigen, diese werden ggf. noch teilweise durch den Arbeitgeber aufgestockt:

 

https://www.nettolohn.de/rechner/kurzarbeitergeld.html

 

Dass wir im Moment unsere Forderungen nach tariflichen Verbesserungen nicht öffentlich bewerben können, sollte jedem einleuchten und jeder sollte dafür auch Verständnis haben.

Allerdings werden wir ein sehr genaues Auge darauf werfen, dass niemand übermäßig benachteilig wird und die spezielle Krisensituation durch die Arbeitgeber ausgenutzt wird.

Wir beteiligen uns weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten an der Einflussnahme möglicher Auswirkungen dieser Krise auf unsere Mitglieder.

Gerade jetzt ist es wichtig, Eure Ideen und Vorschläge einzubringen. Teilt uns bitte mit, wo ihr Probleme, Chancen oder Möglichkeiten seht.

Bei konkreten Fragen zum Thema Arbeitsrecht schreibt uns bitte explizit mit Eurem Problem an, denn auch hier gibt es in der derzeitigen Situation keinen verbindlichen Leitfaden den wir veröffentlichen könnten. 

Jetzt ist Zusammenhalt gefragt! Wir müssen alle zusammenstehen, denn diese Krise belastet die Luftfahrt in allen Bereichen in einem nie dagewesenen Umfang. Um zu guten Lösungen für uns Mitarbeiter zu kommen, müssen wir über alle Gewerkschaftsgrenzen und Betriebsratslisten hinaus solidarisch zusammenstehen, denken und abgestimmt handeln. 

Daher unser Aufruf an Euch, haltet zusammen, lasst euch nicht verrückt machen, geht professionell miteinander um und kommt gesund und wohlbehalten durch diese kritische Zeit!